20.08.2009

Für dumm verkauft

Endgültig grünes Licht für die neue Nutzung des ehemaligen Kindergartens an der Poststraße gab gestern Abend der Planungsausschuss. Eine Mutter-Kind-Einrichtung und eine Kindergartengruppe für die Betreuung von Kindern unter drei sollen dort ermöglicht werden. Das ist gut.

Gar nicht gut ist mal wieder die Informationspolitik der Stadtspitze. Neben anderen hatte sich auch der Verein „Nicht allein am Niederrhein“ für die Immobilie interessiert, um dort generationenübergreifendes Wohnen zu ermöglichen. Der Antrag wurde der Politik vorgestellt, im Rat aber zugunsten der städtischen Nutzung nicht aufgegriffen. Ausdrücklich hatte ich die Verwaltung gebeten, dies umgehend dem Verein mitzuteilen und ihm bei der Suche nach einem anderen geeigneten Grundstück zu helfen.

Jetzt erhalte ich ein Schreiben der Vorsitzenden: „Ich weiß, Sie haben im Moment anderes zu tun, dennoch möchte ich Sie fragen, ob der Don Bosco Kindergarten auf der  Poststraße Kindergarten bleibt oder doch zum Verkauf steht?“

Warum lässt man engagierte Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Anliegen so im Regen stehen? Sie müssen sich doch wie für dumm verkauft vorkommen.

Ihr
Hejo Eicker

Kommentare

Sehr geehrter Herr Eicker, lieber Hejo,
dieser Tagesgedanke bedarf einiger Ergänzungen:
1. haben Vertreter des Vereins an der Sitzung teilgenummen und waren über die Beratung informiert,
2. habe ich mich unmittelbar nach der Beratung mit den anwesenden Vertretern des Verein noch länger unterhalten; wobei sie Verständnis für eine städtische Nutzung für junge Menschen geäußert haben,
3. hat es zusätzlich noch ein telofonisches Gespräch mit dem Architekten des Verein und ein weiteres telefonisches Gespräch mit einen Vereinsvertreter gegeben,
4. ist erst mit der Entscheidung des Planungsausschusses von gestern endgültig klar, das ein Mutter-Kind Haus und eine U3 Kindergarteneinrichtung entstehen kann.

Nichts für ungut, aber da ich selber mit den Vertretern gesprochen habe, soll doch aus dem Tagesgedanke kein Tagestraum werden ;-) .

Weiterhin faire Tage!

Ihr/Dein Ulrich Janssen

Sehr geehrter Herr Janssen, lieber Uli,
ich will nicht kleinlich sein, aber den Beschluss, dass auf dem Grundstück die Mutter-Kind-Einrichtung und der eingruppige Kindergarten entstehen sollen, fasste der Rat bereits in seiner Sitzung am 30. Juni. Doch bis heute wurde die Vorsitzende des Vereins nicht informiert. Vor allem aber wurde der Verein bis heute nicht bei der Grundstückssuche unterstützt. Dieser Aspekt, den du im Kommentar ja auch nicht bestreitest, ist ebenso gewichtig.
Noch gute und gelassene Tage bis zur Wahl wünscht dir
Hejo Eicker

…jetzt wundert`s uns auch gar nicht mehr, WARUM der alte, mächtige und wunderschöne Baum auf dem Gelände des Ex-Kindergartens “sein Leben lassen” mußte!-

Nun erzähle uns aber bloß keiner, der sei faul, anfällig oder sonstwie (kommunalwahlpassend!)
marode gewesen, denn als diesem mächtigen Riesen und einigen weniger imposanten Artgenossen kahlschlägig zu Leibe gerückt wurde, waren wir nämlich anläßlich einer Filmdokumentation im Sommer über die Abholzwut im Gelderland (eher zufällig) “hautnah” mit der Kamera dabei, haben uns allerdings gewundert, wie fix da den SauerstoffSpendern zu Leibe gerückt wurde…

familiezeiger

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Dein Kommentar:

Kategorien