1.09.2009

Am 2. Tag danach

Immer noch tragen sich einzelne in meine Unterstützerliste ein (Button oben rechts). Viele schreiben mir Mails, simsen, rufen an oder sprechen mit mir auf der Straße: Glückwunsch, gut gemacht, tolles Ergebnis, auch wenn es schade ist, dass es nicht ganz gereicht hat.

Ich freue mich sehr über die Glückwünsche und freundlichen „Beileidsbekundungen“. Und auch schon auf die Ratssitzung am kommenden Donnerstag. Mal sehen, ob wir die neuen Spielregeln dank der zukünftigen Mehrheitsverhältnisse schon einmal üben …

Ihr
Hejo Eicker

31.08.2009

Erfolg

Wenige Stimmen fehlten mir gestern Abend, und ich hätte es geschafft. Doch es hat nicht ganz gereicht: Bürgermeister bin ich nicht geworden. Gratulation an Herrn Janssen!

Und Dank an all die vielen in Partei und Bürgerschaft, die mir geholfen haben, dieses tolle Ergebnis zu erreichen. Ein Ergebnis, das eine Botschaft ist: Geldern. Aber besser!

Wird diese Botschaft verstanden und in eine bessere Politik umgesetzt, dann waren unsere Anstrengungen nicht umsonst. Und unsere Bemühungen waren erfolgreich.

Drei Monate lang habe ich nun täglich dieses Tagebuch geführt. Es ist von vielen gelesen worden, von nicht wenigen sogar tagtäglich. Medienvertreter zählten dazu wie auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung und Kolleginnen und Kollegen der politischen Konkurrenz. An ihren Reaktionen konnte ich mit Vergnügen feststellen, dass manche Themen und Überlegungen, die ich veröffentlichte, „saßen“, dass meine kleinen Texte Resonanz fanden.

Wenn aus der Lektüre meines Tagebuchs etwas Gutes erfolgt, hat auch in dieser Hinsicht mein Wahlkampf Erfolg gehabt.

Bei ihnen, aber vor allem auch bei Ihnen ganz persönlich: Herzlichen Dank für Ihr Interesse!

Ihr
Hejo Eicker

30.08.2009

Wahlsonntag

kommunalwahl_jetztDer Wahlkampf ist gelaufen, die Wahl jedoch erst um 18 Uhr. Heute Zeit genug, zurückzuschauen. Hatten wir die richtigen Themen? Haben wir alles gegeben? Viele in Geldern bestätigten mir auch gestern noch bei zahlreichen Gelegenheiten: Ja, ihr habt den Nerv getroffen, und wie ihr gearbeitet habt, das war gut.

Auch ich selbst bin zufrieden. Eines meiner Ziele war: Fürs Mitmachen zu werben, für die kommunale Demokratie. Und die Menschen zu öffnen für die Belange unserer Stadt. Dies ist gelungen, meine ich.

Ich hoffe auf eine hohe Wahlbeteiligung. Die Zahl der Briefwähler ist in Geldern diesmal hoch und sogar höher als andernorts. Ein Zeichen der Wechselstimmung?

Eine Nachbarin getroffen. Sie hat Briefwahl gemacht. „Eigentlich wollte ich gar nicht wählen gehen. Aber weil du kandidierst, bin ich gegangen.“

Auch solche Ermunterungen machen mir Sonntagsgefühle. Ich hoffe, sie halten an bis in die Nacht. Doch das liegt jetzt einzig und allein an Ihnen!

Wählen gehen, bitte!

Ihr
Hejo Eicker

29.08.2009

Und nach der Wahl?

Die Spannung steigt. Für viele steht so gut wie fest, dass die CDU ihre 60 Jahre währende absolute Mehrheit verlieren wird. Gut so. Doch was kommt dann?

Geht es nach dem, was die Parteien angekündigt haben, wird es feste Koalitionen zunächst nicht geben. Mehrheiten in der Sache müssen von Fall zu Fall gesucht werden.

Umso mehr kommt es also auf die handelnden Personen an, auf ihre Klugheit, Weitsicht und Zuverlässigkeit. Auch in der Frage der neuen Ratsmehrheit wird sich die Richtigkeit der einfachen Wahrheit beweisen, die wir in unseren Wahlaussagen zitiert haben: Es kommt drauf an, was man draus macht. Und das hat dann hoffentlich nichts mit dem zu tun, was Sie hier erleben können, wenn Sie mal auf den Link klicken:

http://www.youtube.com/watch?v=lBIvXc5GHvE

Ihr
Hejo Eicker

 

PS: Sehen wir uns heute noch? Bin ab 7 Uhr bei der „Brötchenaktion“ in Pont und Walbeck, ab 10 Uhr an unserer italienischen Kaffee-Bar am Marktplatz Geldern und ab 13 Uhr bei vielen anderen Gelegenheiten in der ganzen Stadt anzutreffen.

28.08.2009

Faust

Sehr knapp, aber gerade noch rechtzeitig zur Kommunalwahl am Sonntag erschienen: Die Sonderausgabe von „Faust“, dem Schülermagazin am Friedrich-Spee-Gymnasium. Ab heute an den Schulen und im Buchhandel erhältlich.

Die Ausgabe porträtiert den jetzigen Bürgermeister und mich: Titel: Die Lokalpolitiker. Im Vorspann heißt es:

„Ganz Geldern ist zuplakatiert mit zwei Männern: Hejo Eicker und Ulrich Janssen. Beide kandidieren für das Amt des Bürgermeisters. Beide tun es nicht zum ersten Mal. Beide sind Überzeugungstäter. Beide gehören einer aussterbenden Spezies an: Sie sind Lokalpolitiker.“

Ich lese die folgenden Seiten. Dafür, dass wir im Zustand des Aussterbens sind, machen wir im „Faust“-Porträt eigentlich doch noch einen ganz munteren Eindruck. Und nicht nur dort, finde ich.

Erstes Fazit: Kompliment und Hochachtung für die engagierte Arbeit der Faust-Redaktion!

Ihr
Hejo Eicker

27.08.2009

Drei Freunde

drei freundeGerne sehe ich mir mit Kindern die Bücher von Helme Heine an, vor allem die Geschichten mit Johnny Mauser, dem Mäuserich, Franz von Hahn, dem Gockel, und dem dicken Waldemar, dem Schwein. Diese „Drei Freunde“ kommen jetzt ins Kino.

Warum seine drei Freunde so erfolgreich seien, wurde Heine gefragt. Seine Antwort: Kinder brauchen eindeutige Botschaften, um die Welt zu verstehen. Und die liefern die Geschichten von den drei Freunden, die die Welt entdecken. „Die drei sind zwar zusammen, aber ein Kind begreift dann noch nicht, was Freundschaft ist. Deshalb das Fahrrad: Keiner von den dreien könnte das Rad allein fahren. Franz von Hahn sitzt oben und lenkt. Waldemar kann nicht gleichzeitig die Pedale treten und kommt auch nicht an den Lenker. Aber er ist so was wie der Motor. Und Johnny Mauser, der steht auf der anderen Pedale und bildet das Gleichgewicht. So können sie durch Buch und Film radeln. Das leuchtet jedem Kind ein.“

Ein gutes Bild, finde ich. Ich überlege mir, welche „Motoren“ es denn anderswo geben könnte. Oder sollte. Zum Beispiel in Fraktion und Rat. In Verwaltung und in der ganzen Bürgerschaft.

Ihr
Hejo Eicker

26.08.2009

Junge Leute

Persönlich kenne ich Lucia nicht. Aber sie legt sich ja kräftig ins Zeug. Den Link anklicken, und Sie sehen es.

http://familiezeiger.pagedeluxe.de/

Ich besuche heute Morgen eine 8. Klasse des Lise-Meitner-Gymnasiums. Ein Junge hatte mich vor einer Woche angemailt, weil er zu meinen Wahlaussagen Fragen hatte. Daraus ist nach Rücksprache mit seinen Mitschülerinnen und Mitschülerin und natürlich mit seinem Lehrer die Verabredung zum Besuch seiner Klasse geworden.

Darauf freue ich mich besonders. Denn wegen des ungünstigen Wahltermins hat keine einzige Schule in diesem Jahr die Bürgermeisterkandidaten eingeladen, sich und ihre Ideen vorzustellen. Auch wenn die Achtklässler erst in einigen Jahren wahlberechtigt sind – wenn’s darum geht, für die Demokratie zu werben, spielt das Alter doch keine Rolle, meine ich.

Ihr
Hejo Eicker

Sie_weiss_was_sie_will„Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär‘ nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.“ (Die Ärzte)

Diese Liedzeile ist das Motto unserer Karte, mit der wir die jungen Menschen auffordern, am Sonntag zur Wahl zu gehen. „Wenn du nicht wählst, entscheiden andere über dein Leben.“ Ich hoffe, unser Argument zieht.

Lucia braucht unsere Karte nicht. Sie hat sich entschieden, wie das Foto zeigt, das sie mir zugemailt hat. Ob ihr auch mein neues Plakat so gut gefällt wie das erste?

Aber darauf kommt es ja nicht wirklich an. Wichtig ist: Wählen gehen. Und richtig ist: SPD zu wählen. Sagt Lucia. Und ich sag’s auch.

Ihr
Hejo Eicker

24.08.2009

Unterstützer

autoplakat 001Freue mich über die große Unterstützung durch viele Menschen. Über viele Aufmunterungen und Hilfeleistungen. Über die vielen „Ja“-Plakate, die in den Autos hängen. Über die weit mehr als 100 Personen, die sich in die Unterstützer-Liste hier auf dieser Seite eingetragen haben.

Wie das geht? Oben auf den Button „Unterstützer“ klicken, den oder die Namen eintragen und abschicken. Zur Sicherheit erhalten Sie eine E-Mail mit einem Link zur Bestätigung. Sobald Sie diesen angeklickt haben, sind auch Sie drin.

Ihr
Hejo Eicker

23.08.2009

Sonntag

SchneckeDie Frankfurter Rundschau veröffentlicht zurzeit eine lesenswerte Serie zum Thema „Zeitempfinden“. Wie der gestresste Mensch im buddhistischen Kloster die Langsamkeit entdeckt, ist das Thema der vierten Folge. Mein Zitat daraus zum heutigen Sonntag:

„Achtsam, das heißt in etwa so viel wie bewusst, ausgerichtet auf den Moment. Wer geht, lehrt Thich Nhat Hanh, soll sich des Gehens bewusst sein, wer isst, des Essens – schließlich stecke in jedem Reiskorn die Arbeit eines armen Bauern, der den Reis an irgendeinem Ort der Welt geerntet habe.

Einer der obersten Leitsätze, den der vietnamesische Mönch predigt, lautet: „Echtes Leben gibt es nur im Hier und Jetzt.“ Ein zweiter: „Statt zu sagen: Sitz nicht einfach nur da, tu etwas, sollten wir das Gegenteil fordern: Tu nicht einfach irgendetwas, sondern sitz einfach nur da.”

Ihr
Hejo Eicker

http://www.fr-online.de/top_news/?em_cnt=1874783&em_loc=2091

22.08.2009

Lohnt sich das?

BriefkastenMache gerne Hausbesuche, besonders gerne zusammen mit unseren örtlichen Ratskandidaten. Fast alle, die uns die Türe öffnen, sind freundlich und äußern sich aufmunternd.
Eine ältere Dame fragt mich in Walbeck: „Ich freue mich, dass Sie sich persönlich zu mir bemühen. Aber lohnt sich das denn insgesamt?“

Die Antwort fällt mir leicht. Schon deshalb, weil ich wenige Minuten vorher zwei junge Menschen angetroffen hatte, die eigentlich nicht wählen gehen wollten, es sich nun aber ernsthaft überlegen.

Lust auf Demokratie, aufs Mittun machen, lohnt doch. Meinen Sie nicht auch?

Vielleicht kommen wir darüber ins Gespräch: Heute am Marktplatz in Geldern. Zwischen 10 und 13 Uhr am Drachenbrunnen. Würde mich freuen!

Ihr
Hejo Eicker

PS: Das Foto, das mir zugeschickt wurde, zeigt einen Briefkasten in der Karl-Leisner-Straße, bestückt mit meinem Bürgermeisterkandidaten-Prospekt. Dank an Thomas für diesen Schnappschuss!

21.08.2009

Dino-Politik

DinoIst ein Dino-Park in Lüllingen für Geldern gut? Welche Vorteile hätte er, welche Nachteile?

Was wäre denn, es würde nichts geschehen und dort, wo heute das alte Tanklager der Bundeswehr ist, wäre irgendwann wieder nur Wald?

Darüber dachte der Planungsausschuss des Rates nach – undverspielte eine Chance. Erstens, weil er über das „Entwicklungspotenzial Natur“ nicht nachdachte. Und zweitens, weil er leichtfertig eine sehr gute Gelegenheit ungenutzt ließ, die Bürger sehr früh an den Überlegungen zu beteiligen.

Das nämlich hatten wir vorgeschlagen: Jetzt in einer Bürgerversammlung die beiden Alternativen „Wald“ und „Dino-Park“ vorzustellen, über Chancen und Risiken nachzudenken und dann den gemeinsamen Überlegungen entsprechend die weiteren Schritte zu gehen.

Doch intelligente und umfassende Bürgerbeteiligung von Anfang an? In Geldern nicht erwünscht. Auch hier gilt: Immer weiter so, bloß nichts besser machen wollen. Die Polit-Dinos lassen grüßen!

Ihr
Hejo Eicker

20.08.2009

Für dumm verkauft

Endgültig grünes Licht für die neue Nutzung des ehemaligen Kindergartens an der Poststraße gab gestern Abend der Planungsausschuss. Eine Mutter-Kind-Einrichtung und eine Kindergartengruppe für die Betreuung von Kindern unter drei sollen dort ermöglicht werden. Das ist gut.

Gar nicht gut ist mal wieder die Informationspolitik der Stadtspitze. Neben anderen hatte sich auch der Verein „Nicht allein am Niederrhein“ für die Immobilie interessiert, um dort generationenübergreifendes Wohnen zu ermöglichen. Der Antrag wurde der Politik vorgestellt, im Rat aber zugunsten der städtischen Nutzung nicht aufgegriffen. Ausdrücklich hatte ich die Verwaltung gebeten, dies umgehend dem Verein mitzuteilen und ihm bei der Suche nach einem anderen geeigneten Grundstück zu helfen.

Jetzt erhalte ich ein Schreiben der Vorsitzenden: „Ich weiß, Sie haben im Moment anderes zu tun, dennoch möchte ich Sie fragen, ob der Don Bosco Kindergarten auf der  Poststraße Kindergarten bleibt oder doch zum Verkauf steht?“

Warum lässt man engagierte Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Anliegen so im Regen stehen? Sie müssen sich doch wie für dumm verkauft vorkommen.

Ihr
Hejo Eicker

19.08.2009

Frage

Straßenmalerbild-wer-wird-Bürgermeister

Werde ich es? Oder nicht?
Christoph, 8 Jahre alt, stellte beim Straßenmalerwettbewerb diese Frage. Ich glaube, die Antwort zu kennen. Sie auch?

Ihr
Hejo Eicker

18.08.2009

Auf dem Podium

Gestern Abend auf dem Podium der KAB gesessen. Zusammen mit den „Spitzenkandidaten“ der drei anderen Parteien. War das nun Spitze? Nicht alle, und nicht alles.

Bewerten müssen das jetzt die, die im Publikum waren.

Dank an die KAB. Sie ist traditionell die einzige Organisation, die in Geldern zu einer solchen Veranstaltung einlädt. Und da wir Bürgermeisterkandidaten wegen des bescheuerten Wahltermins zwei Wochen nach den Schulferien diesmal auch nicht von Schulen eingeladen werden, ist es bis jetzt die fast einzige Gelegenheit, für uns, fürs Wählen und für das Mitmachen in der Demokratie im Rahmen von Diskussionsveranstaltungen Dritter zu werben.

Ihr
Hejo Eicker

17.08.2009

Podiumsdiskussion

Gipfeltreffen heute Abend im Pfarrheim Maria-Magdalena. Die sog. Spitzenkandidaten der vier im Stadtrat vertretenen Parteien diskutieren miteinander. Eingeladen hat die KAB Geldern.

Das Streitgespräch dürfte insofern ein bisschen schwierig werden, als es nicht eindeutig sein kann, auf welcher Ebene der einzelne argumentiert: nur als Bürgermeisterkandidat (Herr Janssen), nur als Nummer eins einer Parteiliste (Herr Fischer und Herr Bellgardt), oder in beiden Funktionen, so wie ich.

Geht es also um die Kommunalwahl? Oder geht es um die Bürgermeisterwahl? Soll zum Beispiel Herr Janssen die Politik verteidigen, die die CDU-Fraktion im Rat zu verantworten hat?

Wir werden sehen. Auch, ob die sog. Spitzenkandidaten Spitzenkandidaten heißen, weil sie tatsächlich Spitze sind.

Ihr
Hejo Eicker

Termin:
19.30 Uhr im Pfarrheim St.- Maria-Magdalena, Geldern.

16.08.2009

Sonntag

Bekommen Feriengrüße aus Zeeland. Das Ehepaar macht mit seinen zwei Kindern auf einem Campingplatz Urlaub, auf dem bereits der Vater als kleiner Junge mit seinen Eltern die Ferien verbrachte. Er schreibt:

Es ist schön zu sehen, wie sich die Vorgänge und Geschehnisse, festgehalten in den eigenen Kindheitserinnerungen, an diesen Campingplatz wiederholen. Nur diesmal aus der Sicht der Eltern gesehen und erlebt: Unsere Kinder spielen die selben Spiele, machen den gleichen Blödsinn. Und ich befürchte, sie übertreten die selben Regeln, die wir als Kinder ebenfalls missachtet haben. Jetzt verstehe ich meine Eltern und ihre damaligen Gedanken … Alles in allem für uns ein vollkommen gelungener Urlaub.

Schöne Gedanken für den letzten Schulferientag.

Ihr
Hejo Eicker

HospizWerner Schulz lebt in Darmstadt. Doch mit seiner Aktion für das Hospiz Haus Brücke Friedel in Walbeck am vergangenen Donnerstag auf dem Markt brachte er sich ins Gelderner Geschehen ein – konstruktiv und sehr engagiert. Seine Motive schilderte er mir im Gespräch.

Seine Schwiegermutter verbrachte ihre letzten Wochen als Gast in diesem Hospiz. „Voller Lebensfreude war sie, ganz gelöst und glücklich“, sagt er. Vor allem der aufopferungsvollen Betreuung durch die Frauen und Männer, die im Hospiz eine gesellschaftlich wertvolle und nicht bezahlbare Leistung vollbringen, sei dies geschuldet. „In diesem Hospiz erfahren die Gäste in der letzten Phase ihres Lebens Geborgenheit, Zuwendung und vorbildliche individuelle Pflege.“

Doch weil wir als Gesellschaft diese Leistung nicht angemessen zu würdigen wissen, wolle er mit seiner Aktion für mehr Unterstützung für das Hospiz werben. Dies könne durch Spenden, Mitgliedschaft im Förderverein, aber auch durch die Stadt Geldern direkt geschehen, so Werner Schulz.

Am Sonntag, 23. August von 11 bis 16 Uhr feiert das Hospiz ein Sommerfest. Ihr Besuch könnte ein erster Beitrag zur Unterstützung sein. Meine Frau und ich jedenfalls gehen dorthin.

Ihr
Hejo Eicker

RollstuhlaktionDie Aktion am Dienstag mit Menschen im Rollstuhl und am Rollator hat mich begeistert. Ich saß erstmals in einem solchen Gefährt. Verblüffend die völlig fremde Perspektive. Sitzt man im Rollstuhl, sieht die Welt ganz anders aus – auch wörtlich gemeint.

Ich möchte in unserer künftigen Politik erreichen, dass aus dieser neuen „Ansicht“ Einsicht wird.

Eine große Anzahl von Hinweisen und Vorschlägen, was zu verbessern ist, konnten wir entgegennehmen. Übrigens auch bereits im Vorfeld der Aktion.

Und auch heute noch rufen vor allem ältere Menschen an und machen mich auf Dinge und Situationen aufmerksam, die sie, die in ihrer Mobilität stark eingeschränkt sind, zusätzlich behindern.

Danke dafür.

Ihr
Hejo Eicker

Mit den beiden Mitgliedern meines Kandidaten-Teams Wilfried Molderings (Foto rechts) und Melanie Croonenbrock (Foto links), beide aus Kapellen, besichtige ich am kommenden Freitag das Dorf. Natürlich werden auch weitere Teilnehmer beim Ortsrundgang dabei sein, die alle eines interessiert:

Was gibt’s Neues in Kapellen? Wo sind die Lichtblicke, wo steht’s nicht so gut?

Eine Woche später dann wird die Jury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ die Ortschaft begehen.

Wenn auch Sie teilnehmen möchten, sind Sie herzlich eingeladen:

Termin:
Freitag, 14. August, 18.40 Uhr, Kapellener Markt.

12.08.2009

Schnupperabend

turmstipendiumHeute Abend gehe ich zum „Schnupperabend“, bei dem man die Künstler des diesjährigen Gelderner Turmstipendiums kennen lernen kann. Diese außerordentliche Veranstaltung liegt mit besonders am Herzen. Bereits zum 10. Mal findet es statt.

Es ist jedes Jahr aufs Neue eine Freude zu sehen, wie lebendig und überraschend immer wieder der Versuch gelingt, Kunst zu fördern, zu vermitteln sowie Künstler und Publikum zusammenzuführen.

Darauf bin ich auch ein wenig stolz. Schließlich war es meine Idee, das Stipendium ins Leben zu rufen. Oder klingt das zu unbescheiden, auf eigene Verdienste zu verweisen?

Egal: Ich gehe heute Abend in den Wasserturm. Um 19 Uhr geht’s los. Schön, wenn wir uns da treffen würden.

Ihr
Hejo Eicker

Das Foto zeigt die drei diesjährigen Stipendiaten Irene Anton aus Berlin, Olga Boh, Nijmegen und Frans van Tarwijk, Amsterdam.

11.08.2009

100. Eintrag

Wow! Dies ist der 100. Eintrag heute. Auch bis zur Wahl am 30. August werde ich dieses Tagebuch führen.

Als ich vor über drei Monaten damit begann, war es meine Absicht, das, was mir so im Alltag auffällt, durch den Kopf geht, ärgert, freut, in einer solche Form zu bringen, dass in der Summe gleichzeitig ein kleines Porträt von mir entsteht.

Aus vielen Reaktionen weiß ich, dass mir dies wohl gelingt. Und ich mit einzelnen Einträgen auch Wirkung erzeugen konnte.

Was will ich mehr.

Wenn Sie Lust haben, in älteren Einträgen zu stöbern, nutzen Sie bitte rechts die Funktion des Monatsarchivs. Oder geben Sie darunter ein Suchwort ein.

Bereits heute sage ich schon einmal Dank für Ihr Interesse. Und wenn Sie wollen, schreiben Sie doch einmal einen Kommentar. Ihre Meinung interessiert mich sehr.

Ihr
Hejo Eicker

10.08.2009

Wir in Geldern

Wurde am Wochenende von vielen auf die aktuelle Ausgabe des Stadt-Magazins „Wir in Geldern“ angesprochen.

Nein, ich habe von der Veröffentlichung zum Thema Bürgermeisterwahl nichts gewusst. Auch nichts von den Anzeigen. Nein, ich verstehe auch nicht, warum man auf die offizielle Internetseite der Stadt Geldern geleitet wird, wenn man die im Stadtmagazin angebotene Internetadresse des CDU-Bürgermeisterkandidaten anklickt.

Ich kann auch nicht erklären, von welchen Überlegungen sich die haben leiten lassen, die für diese Anzeigenschaltung verantwortlich sind.

Ihr
Hejo Eicker

9.08.2009

Sonntag

milEndlich ein wenig Ruhe, um zu schreiben, zu redigieren. Und um zu lesen. Zum Beispiel die Rheinische Post. Konnte sie gestern nur überfliegen.

Freue mich, dass die RP in ihrer aktuellen Ausgabe meinen Tagebuch-Hinweis auf den Milchautomaten in Wankum aufgegriffen hat. Tut dem Milchbauern gut.

Die Sonntagsruhe macht die Gedanken leichter. Behände hüpfen sie von hier nach da, da kommt eins zum anderen. Ich überlege: Niederrhein und Milch, da fallen mir viele Assoziationen ein. Aber Milch und Sonntag?

Ich gebe beides bei Google ein und erfahre, wo ich am Sonntag Milch kaufen kann – nämlich in einer Bäckerei in Wien (da ist mir der Automat in Wankum näher!), nehme zur Kenntnis, dass sich das „Forum Bissendorfer Panther“ zurzeit im Wartungsmodus befindet und in Deutschland etwa 14 Millionen Milchkühe stehen.

Doch dann, beim vierten Treffer schon, da schlägt des Niederrheiners Herz: Milch und Sonntag haben zwar gedanklich, assoziativ und auch sonst überhaupt nichts miteinander gemein, führen aber als Themenpaar – zum Niederrhein.

Wer nämlich Milch und Sonntag googelt, wird sehr schnell zu einer Bewertungsseite des Speisecafè Rigoletto geführt, und gleich darunter kommt die werbliche Anpreisung des „Internats am Niederrhein. Ein kath. Internat für Jungen und Mädchen – Die Alternative. www.gaesdonck.de“

Ich bin verblüfft ob der Begriffskette „Sonntag – Milch – Gaesdonck.“ Gibt’s da Milch nur sonntags?

Ihr
Hejo Eicker

Wie erfährt eigentlich jemand, der im Rollstuhl sitzt, Gelderns Innenstadt? Wie ergeht es jemandem, der sich an einem Rollator durch die City bewegt? Wo stoßen sie an bauliche Barrieren? Und wo sind Straßen, Gassen und Plätze für Menschen, die in ihrer Geh- und Bewegungsmöglichkeit körperlich eingeschränkt sind, freundlich gestaltet?

Zusammen mit Betroffenen möchte ich das unmittelbar und am eigenen Leib erfahren. Denn auch wenn es um die Frage der Teilhabe behinderter Menschen am gesellschaftlichen Leben geht, genügt es nicht, über deren Interessen und Probleme zu sprechen. Wir müssen uns bemühen, mit ihnen zu reden und aus ihrer Sicht die Probleme zu sehen und zu lösen.

Die Aktion startet am Dienstag, 11. August um 10 Uhr am Drachenbrunnen.

Rund 90 Minuten lang haben Rolli- und Rollatorfahrer die Möglichkeit, uns an die Orte zu führen und die Situationen zu zeigen, die für sie Hindernisse darstellen. Schön wäre es natürlich auch, wenn uns die Betroffenen auch zeigen könnten, wo etwas gut gelöst wurde. Denn auch daraus können wir für die zukünftige Stadtgestaltung lernen.

Sie sind herzlich eingeladen mit dabei zu sein!

Ihr
Hejo Eicker

7.08.2009

Das Tollste

CSDer Theatermacher und Aktionskünstler Christoph Schlingensief hat ein Buch über seine Krebserkrankung geschrieben. Von Trauer, Angst und Abschiedsschmerz schreibt er in einer zutiefst persönlichen Art.

Aber mehr noch als übers Sterben schreibt er vom Leben. „Ich habe keinen Bock auf Himmel“. Denn so schön wie hier könne es dort gar nicht sein, meint er.

Er schreibt auch: „Wenn die Menschheit verstehen würde, dass man gestalten kann, dass man anpacken kann, dass man Frieden schaffen kann, dann wäre das hier das Tollste, was man sich überhaupt vorstellen kann.“

Ihr
Hejo Eicker

Horst SchlämmerHorst Schlämmer will Kanzler werden. „Isch kandidiere!“. Ob er als Spitzenpolitiker vier Jahre durchhalten wird, bezweifelt er aber: „Isch habe Rücken, isch habe Kreislauf. Und manchmal hab isch auch Gedächtnis.“

Auch isch kandidiere, hab aber andere Probleme: Isch habe Sitzfleisch und deshalb Bauch. Damit allerdings kann man in der Politik lange durchhalten …

Ihr
Hejo Eicker

Impressionen – so der Titel einer neuen Rubrik auf dieser Seite. Es sind hunderte von Fotoimpressionen aus dem Leben unserer Stadt: Menschen, Landschaften, Aktionen, Gebäude und vieles mehr aus Geldern und seinen Ortschaften.

Schauen Sie sich unter „Impressionen“ das große Facetten-Gesicht einmal an. Gehen Sie in Ruhe mit dem Mauszeiger darüber, und es öffnet sich Ihnen das noch viel größere Gesicht unserer Stadt – in all der Vielfalt, die ich liebe.

Ihr
Hejo Eicker

4.08.2009

Großer Spaß

Flaggen Sommerfest„Das Flaggen-Suchspiel war auf unserem Schulfest ein großer Spaß – für Kinder und Eltern! Herzlichen Dank dafür!“, schrieb mir Frau Verhülsdonk im Namen der Liebfrauen-Grundschule Goch. Das Foto vermittelt einen kleinen Eindruck davon.

Wir hatten ihr unser Fahnen-Set ausgeliehen, mit dem wir bei unseren Aktionsständen zur Europawahl so gute Erfahrungen gemacht hatten.

Das Angebot steht noch: Wer für Unterricht, Aktionen oder Feste die Textil-Fahnen aller 27 EU-Staaten und der EU einsetzen möchte, möge sich bitte bei mir melden (Tel. 02831 87549).

Ihr
Hejo Eicker

Mehr Fotos vom Schulfest:

http://www.kle.nw.schule.de/lfgoch/pages//posts/sommerfest90.php

3.08.2009

Die erste E-Mail

aAuch aus meinem Alltag ist die Kommunikation per elektronische Post nicht mehr wegzudenken. Nicht, dass unser Briefkasten an der Haustüre verwaist und leer wäre – für umfangreiche Zustellmengen sorgt alleine schon die Ratspost der Stadtverwaltung.

Doch das Mailen ist heute nun mal die Nummer eins, wenn’s um Versand und Empfang textlicher Nachrichten geht. Seit wann eigentlich?

Wer heute Nachrichten hört oder Zeitung liest, weiß es genau: Vor 25 Jahren, am 3. August 1984, wurde in Deutschland die erste Internet-E-Mail empfangen: Michael Rotert von der Universität Karlsruhe empfing eine Grußbotschaft der US-amerikanischen Plattform CSNET zur elektronischen Kommunikation von Wissenschaftlern. Schnell allerdings war diese Post noch nicht: Die E-Mail war einen Tag zuvor abgeschickt worden.

Die erste E-Mail der Welt verschickte übrigens der Ingenieur Ray Tomlinson irgendwann im November oder Dezember – genau weiß er es nicht mehr – vor 35 Jahren. Er war es auch, der die Idee hatte, die Adresse mit einem uralten Zeichen zu versehen: das @, das heute eine Ikone des Informationszeitalters ist.

Seitdem flitzen weltweit täglich zehn Milliarden E-Mails durchs Internet – und sorgen nicht nur für Austausch und Information, sondern mittlerweile mehr noch für einen inflationären Kommunikations-Müll.

Doch das ist eine andere Geschichte…

Ihr
Hejo Eicker